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Marktnische erfolgreich genutzt

     

Ensdorf. (sön) „Sie stehen für  prompte, effektive Serviceeinsätze“  lobte Landrat Armin Nentwig,  „und durch schnelle Ersatzteillieferung, die Maschinenausfallzeiten kurz hält, können Sie auf Kundenzufriedenheit bauen.“ Mit dem Referenten für Kreisentwicklung, Diplom-Betriebswirt Robert Graf, und Wirtschaftsförderer Harald Herrle ließ sich Nentwig von Alfred Wondrak, technischem Geschäftsführer der „WIB – Wondrak Industrie Beratung“, über Geschichte und Geschäftsgebiete der prosperierenden Firma informieren.

Von 1977 bis 1985 als Servicetechniker für Erodiermaschinen tätig, so Alfred Wondrak, habe er anschließend die technische Gebietsleitung dafür übernommen, ab 1993 das selbstständige Serviceunternehmen „Wondrak Industrieberatung“ aufgebaut. Dieses sei 1999 in die WIB GmbH umgewandelt worden.

 

Nach Einstellung und Schulung von Mitarbeitern – inzwischen seien zwölf Mitsarbeiter beschäftigt – zur qualifizierten Betreuung von Charmilles-, Mikron-, Bostomatik-Industriewerkzeugmaschinen und EROWA-Robotern, so Wondrak weiter, „haben wir  durch Auftragsmehrung im Bereich Maschinenrevisionen im Jahr 2002 das Gebäude in Ensdorf angemietet“. Nun stünden Büroräume, Besprechungsraum, Teilelager und Maschinenhalle zur Verfügung. Hinweisen wolle er auch, so Wondrak, auf die erfolgreich abgelegte Zertifizierung nach ISO 9001, 14001 und Ohris, die Erweiterung des Geschäftsbereichs Vertrieb um Absauganlagen, Fräsmaschinen und Spannsyteme aber auch die Betriebsdatenerfassung und der Ferndiagnosemöglichkeit. Dass der Ausbildungsstand der Techniker durch Schulungen den neuen Produkten angepasst werde, sei selbstverständlich, „wobei Wartung, Inspektionen, Generalüberholungen und Reparatur von Erodier- und Fräsmaschinen den Hauptbestandteil des Umsatzes, der derzeit alleine in Deutschland jährlich 1,5 Millionen beträgt, bilden.“  In Deutschland vertreibe die europaweit agierende WIB GmbH funktionsüberprüfte Gebrauchtmaschinen. Auch in Polen, Rumänien und Ungarn werde die Vermittlung und der Vertrieb gebrauchter Erodiermaschinen ausgebaut, auf Kundenwunsch die weitere Betreuung der Anlagen übernommen. „Sie haben eine Marktnische genutzt“ bilanzierte Landrat Armin Nentwig. Gut ausgebildetes Personal, Spezialisten im technischen Bereich sowie in der Anwendung, die durch ständigen Austausch von Erfahrungen und der Bereitschaft technische Neuerungen zu erkunden und zu erlernen auf Sonderwünsche der Kunden eingehen und Lösungen finden könnten, seien die große Stärke der WIB GmbH. Kleine und mittlere Betriebe im Landkreis trügen durch Spezialisierung zur Stärkung des Arbeitsmarktes bei, gab sich Nentwig überzeugt, „agieren bundes- und europaweit, schaffen zusätzliche sichere Arbeitsplätze in der Region“. Ins gleiche Horn stieß Wirtschaftsförderer Harald Herrle, der betonte, dass gezielte Förderung ansässiger Betriebe nachhaltig Arbeitsplätze in der Region sichere.  „Die Fachkräfteversorgung wird jedoch ein Problem , dem sich auch der Landkreis stellen muß“ merkte er an. Zum Vorantreiben einer aktiven Kreisentwicklung, fassten Nentwig und der zuständige Referent Robert Graf zusammen, sei wie das WIB-Firmenmotto „… mehr als nur Dienstleistung“ aussage, der Landkreis gefordert nicht nur zu verwalten sondern zu gestalten.